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Gegründet: um 1123
Einwohner: 16 000
Wolgast wird auch als Tor zur Insel Usedom bezeichnet. Bürgerhäuser aus dem 17., 18. und 19. Jahrhundert mit schönen Fassaden und Türen und der Fachwerkspeicher an der Peene, einer der ältesten und
größten Getreidespeicher der Ostseeküste, prägen das Stadtbild. Die ältere Bausubstanz wurde beim Brand 1713 fast vollständig zerstört. Auch die vermutlich aus dem 14. Jahrhundert stammende Kirche
St. Petri verlor damals ihre wertvolle Ausstattung. Das Rathaus erhielt bei seiner Wiederherstellung in den Jahren 1718 bis 1724 die heutige barocke Fassade. Auch das Stadtmuseum und der Tierpark sowie
die hölzerne Amazonenbrücke, eine Klappbrücke über die Peene, sind einen Besuch wert.
Geschichte:
Wolgast wurde urkundlich erstmals im Jahr 1123 als eine im Schutz einer Burg angesiedelte Handels- und Zollstelle erwähnt. Um 1282 erhielt der Ort das Stadtrecht. Als Hafenstadt war Wolgast einige Zeit
Mitglied der Hanse. Zwischen 1285 und 1625 wurde es Residenz der pommerschen Herzöge. 1648 bis 1815 gehörte das Territorium zu Schweden und profitierte in Handel und Gewerbe von den günstigen Zöllen.
1713 ließ Zar Peter I. die schwedische Stadt niederbrennen. Dabei wurden das Residenzschloss und große Teile der Stadt fast völlig zerstört. Ab 1815 gehörte Wolgast zu Preußen. Im 19. Jahrhundert
erlebte die Stadt durch die Segelschifffahrt und den Getreidehandel eine neue Blütezeit.
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